Unterricht

Das Singen ist eine der ursprünglichsten und unmittelbarsten Ausdrucksformen des Menschen und als solche in der Kunst wahrscheinlich nur dem Tanz vergleichbar. Sicherlich wird einem Menschen die Neigung zur Musik und zum Singen bis zu einem gewissen Grad in die Wiege gelegt, entscheidend war aber für mich und ist es sicher in vielen Fällen, ein Elternhaus gehabt zu haben, das diese Neigung förderte und Musik in vielfältiger Weise „anbot“.

Meine ersten Erfahrungen als aktive Musikerin sammelte ich bei einem Jugendchor, wo ich auch solistische Aufgaben übernehmen konnte. Dazu kamen insgesamt 10 Jahre Klavierausbildung. Erste Gesangstunden hatte ich ab meinem 15. Lebensjahr; die ersten Gesangspädagogen, denen ich begegnet bin, waren glücklicherweise einfühlsame, sensible Künstler, die es verstanden, durch die passende Repertoireauswahl aber auch durch das Beispiel, das sie durch ihre eigene sängerische Arbeit gaben, musikalische Impulse anzubieten, ohne gleichzeitig die noch nicht fertig entwickelte jugendliche Stimme zu überfordern.

Während meiner Studienzeit an der Musikhochschule waren für meine Entwicklung diejenigen Lehrer entscheidend, die eine weite Sicht des Themas „Singen“ zuließen, und bei denen die Meinung vorherrschte, dass die Entwicklung der musikalischen wie außermusikalischen Allgemeinbildung, die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema Musik neben der Gesangsausbildung, das Kennenlernen der gesamten Palette von Kunst und Kultur nicht Ablenkung sondern Bereicherung darstellten.

Alle diese mir mitgegebenen Werte und Erfahrungen spielen in meiner eigenen künstlerischen Tätigkeit sowie in meinem Unterricht eine große Rolle.

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